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Ich pfeif auf euren Qualitätscontent…

Von am 6. Jul 2012 in Blog Optimierung | 19 Kommentare

SuchmaschineNein, nein, nicht ich. Eine höhere Instanz, die Tante G hat in letzter Zeit vielleicht zu viel davon gesehen und will nun wieder ein bisschen Abwechslung. Das Pinguin Update (die Updates habe ich hier beschrieben) im April hat die SEO-Welt erschüttert und es ist immer noch nicht ganz klar, was Google denn damit bezweckt. Da sind die SEOs noch am rätseln. Eine sehr interessante Studie habe ich vor ein paar Tagen gelesen erstellt von Christoph Cemper von den Link Research Tools. Die Studie kann sich übrigens jeder hier auf der Link Research Tools Seite für einen Tweet herunterladen.

Gute Links sind die mit hoher Power und hohem Trust

Die eine Aussage ist, dass die Gewinner einen höheren Anteil an hochwertigen Links haben als die Verlierer. Hochwertige Links sind solche mit hoher Power und hohem Trust. Power und Trust sind zwei Metriken für die Linkqualität, die in den Link Research Tools zur Verfügung stehen. Ersteres gibt die Stärke eines Links an so wie der PageRank, zweiteres die Vertrauenswürdigkeit einer Seite und wird ebenso weitervererbt wie die Power. Trusted Links sind z.B. welche von Wikipedia. Darauf werde ich in einem anderen Artikel eingehen. Dass Google Seiten mit hochwertigen Links bevorzugt, ist logisch.

Linklisten sind jetzt “in”

Nicht ganz so logisch ist die zweite Aussage der Studie: Die Gewinner haben viele Links aus Linklisten und wenige In-Content-Links, d.h. Links innerhalb von Artikeln. Bei den Verlierern ist das genau anders herum. Wie jetzt? Hieß es nicht seit Google Panda Google will hochwertigen Content und Links innerhalb von Beiträgen sind mehr Wert als alle anderen? Linklisten sind ja nichts anderes als eine reine Ansammlung von Links, ohne viel Text drum herum. Kein Content weit und breit.

Da werde ich bald ein paar Linklisten erstellen :-) Beruhigend ist allerdings die Feststellung der Studie, dass Google nicht alle Linklisten mag, sondern nur die von Seiten mit hohem Trust. Insofern ist das doch wieder Qualitätscontent, aber diesmal besteht er nur aus Links.

Wer die genauen Zahlen wissen möchte, schaut sich die Studie an.

Fazit

Lasst euch nicht verwirren von Googles Launen, Qualitätscontent ist immer noch das Beste, was man seinen Lesern bieten kann. Denn auch wenn Google wieder zickt und euch um 100 Plätze in den SERPs nach hinten katapultiert, habt ihr immer noch eure treuen Leser, solange die Inhalte stimmen und ihr Mehrwert bietet.

Am besten ihr verlasst euch nicht auf eine Traffic-Quelle, sondern versucht möglichst viele anzuzapfen, um das Risiko zu minimieren.


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    19 Kommentare

  1. Jap, ich hab auch schon gemerkt das Google immer mal wieder Dinge tut, die es im nachhinein dann wieder korrigiert oder sogar gänzlich abändert. Du sprichst mir mit deinem Text komplett aus der Seele! Langfristig zieht Google auf Qualität, das hat, wenn man es vorher nicht begriffen hat, zumindest Penguin deutlich gezeigt. Wer also immer noch auf maximum Black-Hat-Strategien setzt wird in der Zukunft sehr schwer anecken. Ich setze auf Qualität, denn die ist nicht nur für Google sondern auch für die Leute die meine Artikel lesen ausschlaggebend.

    Samuel

    6. Juli 2012

  2. Langsam finde ich diese ganzen Diskussionen darüber, was Google mit was erreichen will, ziemlich sinnlos. Genauso gut könnte man da die Kartenlegerin am Ende der Gasse fragen.

    Google versucht vielleicht etwas, das nicht geht, nämlich Qualität (eines Artikels oder Inhalts) in einen Algorithmus zu packen.

    Sabienes

    Sabienes

    6. Juli 2012

  3. Hallo Christina,

    konnte mir das grad nicht verkneifen (Name).

    Hast Du gut zusammengefasst. Hochwertige & starke Links sind besser, klar. Aber das Verhältnis von hochwertigen zu minderwertigen Links ist ebenfalls entscheidend. Dauerhaft nur hochwertige Links sind ebenfalls “unnatürlich”.

    Sprich: wenn man viele hochwertige Links hat, kann man sich auch einige minderwertige erlauben. Schließlich hat man ja auch nicht immer Einfluss darauf welche minderwertigen Seiten auf die eigene Seite linken. Habe mal von einem Verhältnis von 1:1000 gelesen (hochwertige:minderwertige). Halte ich aber für zu hoch gegriffen. Liegt natürlich auch daran ab wann man einen Link als hochwertig einstuft.

    Hochwertiger Link

    7. Juli 2012

    • )) Ja, was ist schon ein minderweriger Link. Ich habe gerade für ein paar Tage die Link Research Tools, die gab es im Rahmen der im Artikel erwähnten Studie. Und habe mir damit mal meine Backlinks angeschaut. Und auch ich habe hauptsächlich minderwertige Links laut LRT. Die stammen hauptsächlich aus Blogs, die ich lese und kommentiere oder aus Blogrolls. Die empfinde ich selbst aber nicht als minderwertig auch wenn Power*Trust niedrig sind.
      Mal sehen, vielleicht schreibe ich dazu noch einen Artikel die nächsten Tage.

      vanvox

      7. Juli 2012

  4. Ich kenne Leute mit Schrott Content die tatsächlich gutes Geld damit machen. Ich denke ich biete ganz passablen Unique Content und werde dafür mit wenig traffic bestrafft. Aber stimmt schon, in Sachen Google könnte man genauso gut einen Münze werfen und hoffen das dabei das richtige raus kommt. ;)

    Tom

    7. Juli 2012

  5. Sabienes Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn GOOGLE den aktuellen Algorhytmus als “Berufsgeheimnis” für sich behält, braucht es tatsächlich eine “Kristallkugel”.oder “Kartenlegerin”. Ich entdecke in der ganzen SEO-Philosophie soviel Widersprüche, das man sich wirklich fragt, was die ganzen Diskussionen überhaupt sollen. “Qualität” in Ehren. Es gibt ja User die hängen an den Lippen von MATT CUTTS wie fanatisch Gläubige auf der Suche nach der grossen Offenbarung. Aber auch MATT CUTTS formuliert oft wie das “Orakel von Delphi” und viele Seos hören das heraus was sie eben heraushören möchten und intepretieren dies anschliessend in ihren Blogs als allwissende Fakten. Wie wäe es zur Abwechslung mal über einen Blog mit einer garanntierter Anleitung für einen Lotto-Sechser ? Eine Verlinkung mit einem akzeptablen PR von meiner Seite wäre deerjenige sicher. (Smile)

    • Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Google 95% seiner Einnahmen mit Adwords macht. Insofern glaube ich nicht, dass diese Updates das Ziel haben, die Suchergebnisse zu verbessern, wie oft gesagt wird. Es wird eher so sein, dass Google in regelmäßigen Abständen die SERPs durchschüttelt, damit die großen Seiten ja nicht glauben, ohne Adwords auskommen zu können. Vermutlich werden die Gewinner und Verlierer ausgewürfelt ))

      vanvox

      7. Juli 2012

  6. Hallo Vanvox, Qualitätscontent, Unique Content, schlechter Content…. Es ist genau wie Du es sagst, Schreibt einfach für die Leser und nicht für die Suchmaschinen :)

    Max Klein

    11. Juli 2012

    • @ax Klein
      Bingo! So ist es. Wenn ich teils in gewissen Blogs Sätz lese wie: “Google andienen” , so frage ich mich manchmal, weshalb man das Wort “huldvoll” vergessen hat.
      Es ist wie auf meinem Job. Ich arbeite fürs Publikum und nicht für den Fachmann. Wenns dem Publikum gefällt dann hat man gewonnen. Gefällts dem Leser, so gefällts auch den Suchmaschinen.

      Pascal Zauberer

      14. Juli 2012

  7. @ Max Klein Genau so ist es! Einfach so wie “früher”, wo man wirklich nur für Menschen geschrieben hat… (früher war doch alles besser, nicht wahr?!) ;-)

    Kathryn

    15. Juli 2012

  8. Qualitätscontent ist aus meiner Sicht äusserst wichtig, da nämlich Google beliebig intelligent ist oder sein wird: Wer für Die Suchmaschinen schreibt, wird über kurz oder lang auf die Abschussliste geraten… Womöglich ist es dann sogar gefährlich, dass man auf so einem Blog schreibt, weil man sich nämlich schon damit als SEO outet…

    Zauberei

    10. August 2012

    • Das Risiko wird man als SEO eingehen müssen, dass man von Google abgestraft wird, weil man über SEO schreibt. Von Google werde ich mir gewiss nicht den Mund verbieten lassen ))

      vanvox

      11. August 2012

      • Bravo Vanvox finde ich auch. Ich bin zwar kein Seo-Spezialist wie viele andere hier und deshalb ist dieser Kommentar auch nicht als „Dissertation“ zu betrachten. Sollte ich Unrecht haben, möge man mir verzeihen. Meine Welt ist die Bühne und nicht Seo.
        Mir ist kein Fall bekannt, dass Google jemand “abgestraft” hätte, nur weil er was über “Seo” geschrieben hat. Diese unsinnige Angstmacherei in zahlreichen Blogs geht auch mir manchmal auf den Keks. Wer seine eigene Website seriös mit “White Hat”- Maßnahmen optimiert , die auch Google sogar empfiehlt (!) weil diese positiven Massnahmen die Indexierung durch den Crawler verbessern, so hat man hat auch nichts zu befürchten. im Gegensatz zu “Black-Hat” wo zum Beispiel durch Manipulation versucht wird, die Google-Algorithmen zu täuschen um für sich so eine bessere Positionierung zu ergattern. Abgestraft werden früher oder später Linkfarmen, Linkverkäufer und Spamer welche gleichzeitig mit mehreren verschiedenen Domains – aber nahezu identischen Inhalt ) unter übertriebenen Einsatz von „Brückenseiten“ versuchen die Suchmaschinen zwecks eigener Positionsverbesserung irrezuführen.
        Zudem noch ein persönlicher Kommentar: Ich respektiere Google als Partner und ziehe den Hut von dem was Google bisher geleistet hat. Google hat es weltweit zur Nr.1 gebracht. Applaus. Trotzdem, ich fühle mich nicht als „Untergebener“ einer Suchmaschine welcher unterwürfig um „Wohlwollen“ winselt. Ich bin nicht Googles Angestellter und Google nicht mein Brötchengeber. Wer Google zu seinem Lebensinhalt macht, als „Gott“ betrachtet und Tag und Nacht nur noch vor dem PC sitzt um ängstlich die Konkurrenz im Auge zu behalten, ist zu bedauern. Die arme Ehefrau auch.

        Pascal Zauberer Schweiz

        12. August 2012

        • Hoho… Mal langsam! Ich habe lediglich eine vage Vermutung geäussert! Wenn jemand anderer Meinung ist, dann gut – ich bin sogar bereit, dazu zu lernen!!! Auch ich will mir den Mund nicht verbieten lassen. Allerdings ist Vorsicht besser als das Nachsehen zu haben…

          Zauberer Winterthur

          26. November 2012

  9. Ein wichtiger Faktor für Google scheint mir nach meiner Erfahrung die Verweildauer auf der Seite zu sein. Je länger die Besucher auf der Seite verweilen, umso besser ist das Ranking. Wenn die Texte
    gut zu lesen sind, werden die Besucher auch länger auf der Seite verweilen, so dass sich Qualitätscontent auf jeden Fall lohnt. Abgesehen davon, dass gute Texte auch die Konversionsrate erhöhen. Sind die Texte auf der Webseite stimmig, erhöht sich natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Besucher der Seite auch zu Kunden des Unternehmens werden.

    Knut

    16. August 2012

    • Hallo Knut
      Was was Du bezüglich “Verweildauer” schreibst, habe ich auch schon “irgendwo mal gelesen”. Die Frage welche sich hier stellt ist allerdings: “Ist dies nur “Stammtisch-Seo-Latain” oder Wahrheit?” Hat GOOGLE tatsächlich im Algorythmus eine Art “Timer” eingebaut der jeden einzelnen User über die Verweildauer auf einer Website überwacht ? Für jede Website einen individuellen “Timer” ?
      Irgendwie erinnert mich ds etwas an “Sience Fiction” .
      Die komplette Überwachung der Menscheit durch Staat und Privatfirmen.
      Ich zweifle echt daran und neige eher dazu dass dies “irgendwer” mal als Tatsache ins Netz weil es halt so spannend klingt, für Diskussionsstoff sorgt. Aber ich kann mich irren. Wäre interessant aus welcher Quelle du diese Information bezogen hast.
      Denn bei aller “Google-Gläubigkeit” dürfen wir eines nicht vergessen, nämlich der Gesetzgeber bzw. DATENSCHUTZ. Und daran hat sich selbst GOOGLE zu halten.

      Pascal Zauberer Schweiz

      26. November 2012

  10. Verweildauer ist die eine Sache, jedoch zählen auch der Traffic. Es gibt aber auch den gekauften Traffic und von dem ist stark abzuraten… Google merkt’s.

    Zumba

    23. Dezember 2012

  11. Also Änderungen sehe ich mittelfristig bislang bei keinen Google Update.
    Irgendwie sieht fuer mich alles so aus wie ein frischer CUT. Also sozusagen ein Reset. Selbst wenn ich weiter Black Hat Seo betreiben würde, würde ich wieder Erfolg haben, wenn ich es denn machen würde =)

    Lisa

    23. Januar 2013

  12. Ha ha, sehe ich genauso … Entweder entwickelt sich Qualitätskontent oder wenn nicht, dann war von Anfang an die Wurzel des Textinhalts falsch.

    Markus

    10. Mai 2013

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